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Computer: blackbox

Projekt gute Kühlung bei minimaler Lärmentwicklung

Der Box-Kühler für die Phenom II X4 955 CPU war mir entschieden zu laut, daher habe ich einen Alpenföhn Groß Clockner gekauft. Obwohl dieser lt Verpackung & Anleitung 'nur' auf den AM2 Sockel passt, war die Montage auf dem AM3 Sockel gar kein Problem – mechanisch bzgl. der Lüfter-Montage sind beide Sockel nämlich gleich. Nach diesem Umbau ist der Rechner nun angenehm leise, stört nicht mehr so beim Arbeiten.

ab sofort kühlt ein Alpenföhn Groß Clockner den Phenom II X4
zw. CPU-Lüfter und DDR3 ist genug Platz, zur Montage des Alpenföhn musste kurz das Netzteil raus
Netzteil- und Gehäuse-Puster bekommen genug Luft
am Deckel habe ich das Loch oberhalb der CPU verschlossen (Prospekthüllen-Folie)
zw. Gehäusedeckel und Alpenföhn ist noch Platz ;-)
hier kommt die meiste Zuluft vorbei, hält Grafikkarte und Board kühl
   

Freiheit für Lüfter!

Kaum war (relative) Ruhe eingetreten, nahm ich nach kurzer Zeit die Lüfter vom Netzteil und Gehäuse wahr ... also habe ich das Gitter vor dem 80 mm Lüfter entfernt (Dremel Trennscheibe und dann entgratet), so dass der Luftstrom ungehindert aus dem Gehäuse kann. Direkt nach dem Einschalten ist der Rechner nun so leise, dass leichtes Rascheln mit einem Blatt Papier ihn bereits übertönt -- dummerweise entwickeln beide Puster nach einigen Betriebsminuten wieder Laufgeräusche.

vorher
nachher
   

Flüsterlüfter

Der hintere Gehäuselüfter weicht einem Noiseblocker Multiframe S1 80 mm, der schon aus kurzer Entfernung nicht mehr zu hören ist.

volltständiger Lieferumfang, der Gummiring (Silikon?) kommt zwischen Lüfter und Gehäuse
auch die Schrauben kommen in Gummipuffer für eine möglichst gute Entkopplung
   

Northbridge

Der rein passive Kühlkörper der Northbrigde wird für meinen Geschmack etwas zu warm, auch wenn dies bei meiner Nutzung des Rechners noch weit innerhalb der Spezifikationen liegen sollte. Also wird aus einem Reststück 0,5er Alublech eine Halterung für den 40 mm Noiseblocker XM1 angefertigt.

mit einem Messer werden Falz- und Schnittlinien angezeichnet
überflüssiges Material wird entfernt
nach dem Abkanten ist die Form des Lüfterhalters gut zu erkennen
mit etwas Silikon ist der Lüfter im Halter eingeklebt
der Külkörper der Northbridge, leicht aufgebohrt wg der Schrauben
mit zwei Gehäuse-Blechschrauben hält das Ganze zuverlässig
   

Netzteil, Lüfterregelung

Das -ohnehin nur ausgeliehene- Netzteil wich einem Seasonic S12II mit 430 Watt Leistung, das bei moderatem Preis angenehm leise ist. Um die Drehzahl von Gehäuse- und Northbridge-Lüfter nach oben zu begrenzen, haben diese, genau wie der Puster des Groß Clockner, Regler bekommen -- je einen FanMate 2.

Regler des Groß Clockner, zwei FanMate 2
     

Ent-Schwingen

Da das Gehäuse zwar schon etwas robuster gebaut ist, aber immer noch zum Schwingen neigt, wurden die Bleche mit Bitumenpappe beklebt. Die nach innen gerichtete Seite habe ich mit Fotokarton beklebt, für Dämmschaum gab's weder Platz noch Notwendigkeit.

im Deckel bleibt natürlich die Zuluft-Öffnung ausgespart
das eh nicht benötige zweite Loch im Deckel, von innen mit Spiegelfolie verkleidet
oben sind's sogar zwei Lagen Bitumenpappe, dem Netzteil bleibt genügend Platz
unten vorne bei den Laufwerksschächten
Einpassen der Boden-Pappe ...
... eingeklebt und verkleidet
ich bin mit dem Grad an Aufgeräumtheit im Rechner zufrieden
 

Finale (?)

Je leiser der Rechner, desto grösser die Ohren ... Die Fesplatte übertrug noch immer ein Brummen auf das Gehäuse -- zwar minimal, aber (wenn ich nur leise genug bin) hörbar. Also wurde, wie schon bei meinem Datei- und Druckserver 'dumbo' die Festplatte entkoppelt ... diesmal aber etwas eleganter.

Deckel eines alten CD-ROM als Rahmen, mit Lüftungsloch
Büroklammern um's Gewinde gewickelt (rechts) und dann zur Öse gebogen (links)
5 O-Ringe plus Kabelbinder tragen dann die Festplatte
Probehängen
Rahmen, nochmal gekürzt, weil er zu weit ins Gehäuse überstand
die Kabelführung war vorher zwar hübscher, aber Ruhe geht vor
   

Die beiden Speichen rechts und links im Rahmen halten die oberen O-Ringe. Die Platte sitzt so etwas strammer, und auch sicher, wenn das Gehäuse einmal hingelegt wird. Dank der Speichen ist die Position der oberen O-Ringe variabel, die Fesplatte kann so in der Horizontalen ideal ausgerichtet werden.

Der Rechner ist nun so sagenhaft leise, dass ich nur noch einen leisen Luftstrom hören kann, wenn ich die Luft anhalte und die Ohren spitze, Fenster und Türe geschlossen sind und auch von draussen keine Geräusche ins Büro dringen.
Ich bin zufrieden. :-)

HDD Kühlung

Dadurch dass die Fesplatte nun deutlich weiter oben im Gehäuse sitzt, stieg ihre Betriebstemperatur um ein paar Grad ... Also musste eine aktive Kühlung her; eine entsprechende Frontblende hatte ich noch, allerdings waren die beiden Titan Lüfter schrecklich laut. Daher habe ich zwei Noisblocker XM1 und einen Fanmate genommen und mal wieder etwas gebastelt. :-)

eine 'Schachtel' aus Fotokarton trägt die beiden 40 mm XM1 Lüfter
durch die Tiefen-Distanz zur Frontblende wird der gesamte Querschnitt des Lufteinlasses genutzt
oben und unten kommt noch etwas Bitumenpappe (orange beklebt) zur Dämpfung auf den Karton
der Luftstrom durch das Frontgitter war recht geräuschvoll, daher habe ich jede zweite Querstrebe entfernt. Als 'Staubfilter' dient ein Stück Fliegengitter.

Die Fesplatte kommt nun wieder auf 'alte' Temperaturen, also 6 bis 7 Grad über Raumtemperatur im Normalbetrieb. Der Geräuschpegel des Rechners hat sich nicht merklich verändert.

Tastatur

Cherry G80, blau foliert und mit Logo des Lieblings-Desktop-OS verziert
     

(Zum Vergrössern auf die Vorschaubilder klicken, Blättern mit Cursortasten rechts und links.)

 



 

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