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August 2005
Bad Lippspringe, Neuenbeken, Altenbeken, Langeland, Marienmünster, Höxter, Beverungen, Bad Karlshafen
92 km, 638 HM
Die Taschen sind gepackt, D. kommt gegen 10:30 Uhr vorbei; wir "tanken" gemeinsam nochmal eine grosse Portion Pasta vor der Abfahrt. Gegen 12:00 Uhr geht's dann los. Da ich vorab nur eine kleine Testrunde mit Gepäck gefahren bin, wundere ich mich doch ein wenig wie gut es sich fahren lässt, besonders den Rehberg hinauf bin ich erstaunlich flott ... oben an der Rehberghütte machen wir einen erste Pause.
Rehberghütte bei Altenbeken
Auf dem Weg nach Marienmünster machen wir einen kleinen Abstecher zur Telegraphenstation Bilster Berg. Zwischen 1834 und 1849 wurden auf der Strecke Berlin-Koblenz über diese Stationen Nachrichten übermittelt, für eine Strecke wurde damals nur knapp zwei Stunden benötigt, in verschiedenen Stellungen der "Wimpel" waren zum Teil ganze Worte kodiert.
Telegraphenstation Bilster Berg
Auf dem weiteren Weg bemerke ich an D.s Hinterrad eine mir wohlbekannte Beule im Reifen ... richtig, ein Karkassenschaden. :-( Beim gleichen Reifenmodell hatte ich sowas auch schon einmal, D. beschliesst mit dem Schaden bis Höxter zu fahren um dort bei einem Fahrradhändler einen neuen Reifen aufziehen zu lassen (statt unterwegs selber zu wechseln).
Zwischen Marienmünster und Ovenhausen fahren wir ein Stück auf dem Radwanderweg R1 und trauen unseren Augen nicht -- hat es etwa geschneit? Natürlich nicht, aber auf dem Weg liegen derart viele Pollen von Bäumen, dass es fast den Anschein hat -- ein wenig surreal wirkt die Szene schon ...
R1 zwischen Marienmünster und Ovenhausen
In Höxter lässt D. einen neuen Reifen der Sorte "unplattbar" montieren, der sich dann auf der weiteren Reise bestens bewähren wird. Am Weserradweg angelangt machen wir eine Pause, sind erstaunt, wie viele Radfahrer dort an einem Wochentag unterwegs sind; aber bald lichtet sich der Radverkehr, wir fahren weiter über Beverungen, am stillgelegten AKW Würgassen vorbei nach Bad Karlshafen. Unterwegs gibt's vom Weserradweg aus interessante Eisenbahn-Brücken zu sehen.
am Weserradweg
So gut wie es sich fährt, aber mein Rad hat die Aerodynamik eines Bremsfallschirmes -- meine ich zumindest, denn bei dem ständigen Gegenwind ist ein zügiges Vorankommen ganz schön anstrengend. Aber in D.s Windschatten kann ich etwas Kraft sparen, wenn er nur nicht fast ständig viel zu weit rechts fahren würde ...
In Bad Karlshafen angekommen halten wir Ausschau nach den beiden Campingplätzen und werden schnell fündig -- beide liegen mitten im Stadtgebiet, sind recht gut belegt und liegen zu allem Übel auch noch direkt an der Strasse. Wir beschliessen noch ein paar km weiter zu fahren und uns selber einen Zeltplatz zu suchen.
Am Ortsausgang Bad Karlshafen die nächste Überraschung: der Radwanderweg wird dort erst durch eine reichlich schmale Unterführung und dann über einige schiefe und ausgetretene Treppenstufen -gespickt mit Wurzelwerk- hoch in den Wald geführt. Wir haben Mühe, unsere vollgepackten Räder dort hoch zu schieben, aber wie soll dort jemand mit Kinderanhänger oder Dreirad entlangkommen? Eine Unverschämtheit, sowas! Leider war es bereits zu dunkel, um dort ein Foto zu machen.
Vor Wahmbach finden wir direkt am Weg ein gemähtes Stückchen Wiese mit Tisch und Bank, das als Parkplatz für Wanderer ausgeschildert ist. Dort bauen wir in der Dämmerung unsere Zelte auf und legen uns irgendwann schlafen ...
erster Zeltplatz
(Bad Karlshafen), Wahmbeck, Uslar, Dinkelhausen, Volpriehausen, Moringen, Northeim, Katlenburg, Hattorf, Scharzfeld, Bad Lauterberg, Oderstausee
109 km, 827 HM
Wir stehen recht früh auf, frühstücken und packen unsere Sachen. Beim Packen nerven ein paar Bienen, kein Wunder wenn man keine 50 Meter neben ein paar Bienenstöcken übernachtet. Waldarbeiter fahren vorbei und grüssen, die Sonne kommt langsam heraus ... kurz nach 08:00 Uhr fahren wir weiter.
Unterwegs werden Backwaren und Aufschnitt gekauft, die wir an einem Dorf-Sportplatz beim zweiten Frühstück vertilgen. Auf der Weiterfahrt gibt es zwischen Katlenburg und Wulften (Niedersachsen) wieder eine Überraschung: statt der in der Karte verzeichneten Nebenstrasse finden wir uns auf einem Feldweg wieder.
die "Strasse" von Katlenburg nach Wulften
Mittags machen wir Halt in Northeim, für mich auch allerhöchste Zeit: dummerweise hatte ich keine Sonnencreme eingepackt und spürte bereits einen drohenden Sonnenbrand ... also erstmal etwas mit LF 20 gekauft und eingeschmiert. Nach einem Stop bei Kuchen & und Kaffee geht es weiter.
Hinter Northeim (B241?) überholen -und begegnen- uns viele freundliche Kraftfahrer, die uns unbekannterweise(!) mit Hupen und Winken grüssen ... vielen Dank nochmal und Gruss zurück!
In einem kleinen Dorf versorgen wir uns mit Backwaren und Aufschnitt, erreichen Bad Lauterberg und haben es also tatsächlich bereits am zweiten Tag bis in den Harz geschafft! In Bad Lauterberg werden noch Getränke und Wasser aufgefüllt, dann geht es den Anstieg zum Oderstausee hoch ...
Oderstausee
Die ersten zwei von drei auf der Karte verzeichneten Campingplätze erweisen sich als völlig überlaufen und somit indiskutabel ... wir fahren auf der Schotterpiste einmal um den See, sehen dabei so gut wie keine Chance für einen Zeltplatz in freier Natur; kaum ein Quadratmeter ebene Fläche zu sehen.
Der dritte Platz erweist sich dann als Glücksgriff, ist kaum belegt, wir finden ein ruhiges Plätzchen am hinteren Eck. Abends bekommen wir Besuch von ein paar Wildschweinen, die sich aber schnell wieder verjagen lassen. Später inspiziert noch eine Maus mein Zelt und die Vorräte, diese wird mich in der Nacht noch zwei- oder dreimal besuchen.
auf dem Campingplatz
(Oderstausee), Braunlage, Elend, Schierke, Brocken, Schierke, Drei Annen Hohne
58 km, 990 HM
Nach Dusche und Frühstück packen wir -diesmal etwas später- unsere Sachen, kommen schon dabei gut ins Schwitzen. Über die wegen einer Teilsperrung nahezu KFZ-freie B27 geht es nach Braunlage.
Schon wenige Meter hinter dem (empfehlenswerten!) Campingplatz beginnt die Steigung, auf den folgenden Kilometern freue ich mich dann mit dem Bergrad gestartet zu sein: bei teilweise über 10 % Steigung (und dem ganzen Gepäck) sind kleine Gänge doch nicht zu verachten; so komme ich recht locker die Berge rauf, der Puls geht nur mal kurz über 160.
Hinter Braunlage lassen wir Sorge rechts liegen, fahren via Elend nach Schierke.
Sorge und Elend! ;-)
In Schierke gönnen wir uns ein gutes Mittagessen, während dessen in mir ein Verdacht aufkommt: kann es sein, dass man mehr Radfahrer vom Brocken herunter kommen sieht als solche, die dort selber hinauf fahren? Wir deponieren unser Gepäck in dem Hotel, wo wir zu Mittag gegessen haben und machen uns auf, den Brocken zu erklimmen ... Ab Ortsausgang Schierke sind das knapp 10 km Wegstrecke und etwas mehr als 500 Höhenmeter.
Die Fahrt hinauf erweist sich als weniger anstrengend als befürchtet, aber ohne das Gepäck fährt es sich auch merklich leichter! Oben angekommen geniessen wir die gute Fernsicht, trinken etwas beim Brockenwirt und schreiben Postkarten.
auf dem Brocken
Es scheint sich auch der Verdacht zu bestätigen, dass sich viele Radfahrer (vorzugsweise solche mit möglichst "professionell" aussehenden MTB) mit der Brockenbahn hinaufkutschieren lassen um dann herunterzurollen ... so entspannt wie manche dort oben "ankommen". Auf der Abfahrt finden wir noch einen weiteres Unterscheidungsmerkmal: die mangelnde Streckenkenntnis mancher Bergab-Roller, deutlich am Fahrstil zu erkennen. Wir kommen nach knapp 1/3 der für den Aufstieg benötigten Fahrzeit wieder unten in Schierke an, laden beim Hotel König unser Gepäck wieder auf.
Kurz vor Drei Annen Hohne finden wir im Wald ein passables Plätzchen für unsere Zelte, wo wir uns nach einer durch Spaziergänger bedingten Ehrenrunde niederlassen. Aus der Ferne ist bis tief in die Nacht ein Schütt-Geräusch zu hören ... Tagebau, Kohle-Bunkerung der Bahn?
Wald-Zeltplatz
(Drei Annen Hohne), Wernigerode, Oesig, Blankenburg, Helsungen, Timmenrode, Thale, Rieder
64 km, 405 HM
Kaum habe ich mein Zelt eingepackt, wird aus dem leichten Nieseln ein richtiger Regen ... also bei D. mit ins Zelt gesetzt, das wirklich ein Ein-Mann-Zelt ist: zu zweit kann man es sich darin nicht wirklich bequem machen.
Nach einer Stunde (oder so) lässt der Regen so weit nach, dass auch D. sein Zelt packt und wir uns in Regenklamotten auf den Weg nach Wernigerode machen -- ein hübsches Städtchen, wo wir uns am malerischen Marktplatz ein Frühstück "XXL" einverleiben.
Marktplatz Wernigerode
Das Wetter bessert sich, wir erreichen Thale, wo wir im Stadtpark erstmal eine Pause machen ...
Thale
Trotz des einsetzenden Regens brechen wir in die Bode-Schlucht auf, die wirklich beeindruckend ist: rechts und links steile Klippen, dazwischen rauscht die Bode ... leider war der Wanderweg mit den vollgepackten Rädern nicht passierbar, so dass wir nach ein paar hundert Metern wieder umkehren mussten. Dank der miserablen Wetter-/Lichtverhältnisse konnten wir kein gescheites Foto machen, also: selber hinfahren! ;)
Im Regen fahren wir weiter, ich wundere mich über ein Schleifgeräusch, das von der Vorderrad-Bremse zu kommen scheint ... alles in-der-Fahrt-Nachstellen nützt nichts, da bemerke ich die wahre Ursache: D. verliert fast einen Beutel, der bei Ihm am Hinterrad schleift -- das ging gerade nochmal gut.
Kurz vor Rieder finden wir eine (gut durchnässte) Wiese für die Nacht, auf der anderen Seite der Strasse befindet sich eine nett anzuschauende Burg.
Burg bei Rieder
(Rieder), Ermsleben, Aschersleben, Giersleben, Güsten, Bernburg/Saale, Nienburg, Zuchau, Lödderitz, Aken (mit Fähre übergesetzt)
91 km, 178 HM
Das Zelt gleicht einer Tropfsteinhöhle, wird also wieder einmal mit relativ viel Restfeuchtigkeit eingepackt ... immerhin bessert sich den Tag über das Wetter wieder, was für eine ansonsten eher ereignislose Fahrt entschädigt.
Je weiter wir fahren, desto schlechter wird in den Ortschaften der Strassenbelag -- oder scheint mir das nur so? Häufig finden wir Rechteckpflaster mit beeidruckend grossen Lücken vor, da lohnt es sich dann auf den Fahrbahnrand oder gar den Gehweg auszuweichen. Wir verwerfen den Plan, noch heute Dessau erreichen zu wollen und planen stattdessen einen eintägigen "Umweg" über Lutherstadt Wittenberg ein.
Insgesamt kommen wir aber gut voran und erreichen am späteren Nachmittag Aken, wo wir mit der Schlepp-Fähre über die Elbe setzen.
Elbfähre Aken
Auf der Suche nach einem Zeltplatz kommen wir auf einen verschlammten Waldweg, wo ich eine ungesicherte Faltflasche verliere, mir bei der (Voll-)Bremsung das Vorderrad blockiert und ich mich einmal lang mache. Am linken Knie gibt's eine circa 13 cm lange Schnittwunde, teilweise richtig tief in die Haut ... also erstmal die Wunde gereinigt und mit Betaisodona versorgt -- so hat sie wenigstens im Nachhinein nicht noch weiteren Ärger gemacht.
Da uns mein Sturz mehr als eine halbe Stunde gekostet hat und wir keine Lust auf weitere "Experimente" haben, geben wir uns mit einem Notquartier an der Elbe zufrieden. Nach kurzer Zeit tauchen dort ein paar jugendliche Angler auf, die uns nach einigem Zögern einen besseren Zeltplatz verraten, zu dem wir dann noch wechseln. Danke Jungs, der Platz ist wirklich klasse!
Zeltplatz (mit Elbblick)
Abends kochen wir dann das erste Mal (Pasta) mit unseren Mini-Spirituskochern, was sehr gut funktioniert, mit gut gefüllten Bäuchen schläft es sich ausgesprochen gut.
(Aken), Roßlau, Luko, Düben, Coswig, Lutherstadt Wittenberg, Seegrehna, Seblitz, Schleesen, (Ferropolis aus der Ferne), Oranienbaum, Dessau
99 km, 182 HM
Nach einer unspektakulären Fahrt über flaches Land -dafür aber mit reichlich Gegenwind- erreichen wir von Westen her Lutherstadt Wittenberg und sind erst einmal schockiert: Die Ortseinfahrt führt etliche Kilometer durch hässlichstes Industriegebiet, mit unbenutzbaren Rad_weg_en einerseits und nicht an Radfahrer gewöhnten Kraftfahrern zum Ausgleich.
In der Innenstadt angekommen stehen wir unvermittelt in einer Grossbaustelle, gelangen aber bald in den historischen Altstadtkern: wirklich wunderschön, aber wie uns vortags in Aken angekündigt wurde im wesentlichen nur aus zwei Strassenzügen bestehend. (Dennoch mehr als lohnenswert, sich das einmal anzuschauen.)
Lutherstadt Wittenberg
Als ich bei einem Italiener am grossen (Markt?-) Platz mein Rad (für einen Blick auf die Speisekarte) draussen anlehne kommt sofort ein Kellner auf mich zu und patzt mich an "so geht das aber nicht!". Das ist auch 'ne Art mitzuteilen, dass man keine Kundschaft haben will ...
Kurz darauf entdecken wir die Trattoria Toscana (Tip: etwas versteckt zwischen Volksbank und 'ner Kirche gelegen) wo Fahräder anzulehnen kein Problem darstellt. Das Essen ist hervorragend (und preiswert dazu), richtig gute traditionelle italienische Küche.
Lutherstadt Wittenberg
Der Weg aus Wittenberg heraus gestalltete sich dank der Grossbaustelle als mittlere Irrfahrt: wir sahen die Elbbrücke und den Rad_weg dorthin ... aber keine Chance auf selbigen zu gelangen. Da wir keine Lust hatten, beliebig viel Zeit in diesem Verkehrsdurcheinander zu vergeuden, ignorierten wir kurzerhand die aufgestellten Zeichen 254 ("Verbot für Radfahrer") und gelangten so dann doch zum Rad_weg auf der Elbbrücke.
Mit ordentlich Rückenwind ging es flott zu einem ehemaligen Braunkohle-Tagebau, der mittlerweile geflutet ist. Dort wurden ein paar der Abbau-Geräte stehengelassen und nun unter dem Namen "Ferropolis" als Touristen-Attraktion vermarktet, dort finden unter anderem auch Konzerte, Opern-Aufführungen etc. statt. Wir bekamen "Ferropolis" zwar nur aus der Ferne zu sehen, aber interessant anzuschauen waren diese Eisenmonster schon ...
Ferropolis
Über den R1 (hier: Schotterpiste mit "solchen" Schlaglöchern) ging es Richtung Oranienbaum weiter, dort hatten wir keine Zeit für eine Besichtigung, da wir in Dessau noch den Campingplatz (oder eventuell eine Alternative) suchen mussten. Auf der Landstrasse nach Dessau begegneten uns mal wieder viele freundlich grüssende Autofahrer ...
Der Zeltplatz "Adria" kurz vor Dessau ist schnell gefunden, hat einen eigenwilligen Charme ... ist aber ordentlich gepflegt, auch die Sanitärräume sind in Ordnung. Abends wird einmal ein grosser Schwung Wäsche im Waschbecken gewaschen.
Um die Aerodynamik meines Reise-Bergrades etwas zu verbessern, drehe ich den Vorbau um; der Lenker kommt dadurch ein paar Zentimeter tiefer, was sich in den folgenden Tagen als vorteilhaft erweist.
Ruhetag auf Campingplatz "Adria" bei Dessau
34 km, ??? HM
Morgens setzt Regen ein und wir entschliessen uns, einen Ruhetag auf dem Campingplatz einzulegen. Ich hole Schlaf nach, bleibe bis nach Mittag liegen, D. erledigt ein paar Einkäufe.
Am Nachmittag fahren wir bei mässigem Wetter (teils regnerisch) nach Dessau rein, schauen beim BAUHAUS vorbei, das wegen Sanierungsarbeiten aber nur mit Führung besichtigt werden kann -- wir werden darauf verzichten.
BAUHAUS Dessau
Das Stadtbild Dessaus -wir wurden gewarnt- ist nicht besonders ansehnlich ... so entdeckten wir ein zerfallenes Stadtviertel, das (unvorstellbar) vor einigen Jahren noch bewohnt war. Im Kontrast dazu dominiert der Schlot der Stadtwerke, gerade beim noch dazu grauen Himmel ein krasser Anblick. (Die Häuser sollen aber demnächst für ein Projekt "betreutes Wohnen" saniert werden.)
Dessaus Kehrseite
(Dessau), Jessnitz/Anhalt, Muldestausee, Pouch, Grosser Goitzsche-See, Löbnitz, Delitzsch, Werbeliner See, Brodenaudorf, Lemsel, Hayna, Freiroda, Schkeuditz
109 km, 220 HM
Im Bahnhof Dessau deponieren wir in Schliessfach Nr. 42 unser Gepäck, damit wir die Räder bei der Besichtigung der Meisterhäuser dort draussen stehen lassen können.
Drei der Meisterhäuser wurden um die Jahrtausendwende saniert bzw. in Teilen neu aufgebaut, vom Direktorenhaus Gropius war 1945 nach dem Krieg nur der Keller übrig geblieben. Die Meisterhäuser gehören zum Weltkulturerbe, spätestens nach einem Besuch sollte jedem klar werden warum -- das BAUHAUS war seiner Zeit weit voraus, nicht nur auf dem Gebiet der Architektur.
Haus Moholy-Nagy / Feininger
Haus Muche / Schlemmer
Haus Kandinsky / Klee
Nachdem wir am Bahnhof das Gepäck wieder aufgeladen und eine Kleinigkeit gegessen haben, fahren wir weiter, kommen am Mulde-Stausee und am grossen Goitzsche-See vorbei. In Delitzsch wird es dann mal wieder surreal -- ein ganzer Strassenzug, in dem nur und ausschliesslich ein Typ Wohnhaus steht, natürlich alle in der selben Farbe gestrichen ... nur gut, dass es Hausnummern gibt!
Delitzsch
Laut der aktuellsten Landkarte (von 1993!) müssten die Braunkohle-Tagebauten zwischen Delitzsch und Leipzig heute eine Seen-Landschaft sein ... sind sie auch, aber mindestens viermal so gross wie auf der Karte verzeichnet! Der Ort Werbelin wurde bereits 1992 vom Bagger niedergemacht (findet sich aber dennoch auf der Karte), dort ist heute der Werbeliner See zu finden.
Wirklich ärgerlich ist jedoch, dass in solche Massnahmen des "Aufbau Ost" hunderte von Millionen an Steuergeldern versenkt wurden, anstatt das Ganze sich selbst zu überlassen. In 20 oder 30 Jahren hätte die Natur von selbst dort einen -vor allem- in sich stabilen Zustand erreicht ...
Wir finden am See einen ganz netten Zeltplatz, kurz bevor wir die Zelte aufbauen wollen, kommt jedoch ein Mann vom Sicherheitsdienst (selbstredend im PKW unterwegs) und verscheucht uns quasi. Ah ja, immerhin wird das Millionengrab auch noch bewacht ...
Wir rüsten uns mit langer Kleidung und Beleuchtung für eine Nachtfahrt, wer weiss wo und wann wir eine Alternative finden. Nachdem wir einige Zeit (auch dank der unbrauchbaren Karte) um den ehemaligen Tagebau hin- und hergefahren sind, kommen wir bei Heyna raus -- das Örtchen, das nur aus einem grossen Werksgelände zu bestehen scheint.
Wir umfahren das nächtliche Leipzip (interessanter Anblick), werden Richtung Flughafen geleitet, stehen auf einmal vor ein paar Zeichen 254 die uns die Weiterfahrt verbieten wollen ... Wir entschliessen erneut, diese Verkehrszeichen zu missachten und fahren ein paar Kilometer auf einer autobahnähnlich ausgebauten Bundesstrasse ... bis wir Schkeuditz erreichen.
In Schkeuditz machen wir noch eine Futterpause, finden kurz hinter dem Ortsausgang und nach Mitternacht noch einen Not-Zeltplatz: neben einer Kleingartenkolonie, mit viel zu vielen und viel zu aggressiven Stechmücken sowie die ganze Nacht hindurch bellenden Kötern.
(Schkeuditz), Delzig, Günthersdorf, Kötzschau, Pissen, Bad Dürrenberg, Wengelsdorf, Großkorbetha, Schkortleben, Weißenfels, Langendorf, Schönburg, Naumburg, Bad Kösen
73 km, 327 HM
Ein paar weitere Dutzend Mückenstiche und ohne Frühstück geht's weiter, diesem Nachtquartier wird keine Träne nachgeweint. Zum Ausgleich treffen wir nach ein paar km auf ein Ortsschild, dessen unfreiwilliger Humor uns wieder entschädigt:
-ohne Worte-
In Bad Dürrenberg holen wir das Frühstück nach, fragen uns aber auch, was diesen anscheinend vornehmlich aus Baustellen und Industrie-Ruinen bestehenden Ort zum Kurort prädestiniert.
In Weißenfels machen wir einen Kaffee-Stop, lassen uns beim freundlichen Fahhradladen in der Leipziger Strasse die Reifen mit ordentlich Druck versorgen und die Ketten nachfetten ... worauf es gleich wieder besser läuft.
Später erreichen wir Schönburg an der Saale, ein Dorf das seinen Namen wohl verdient hat ... Über dem Ort thront die Burg, ein wirklich schöner Anblick.
Schönburg/Saale
Bei Schönburg wechseln wir auf den Saale-Radweg, der sich zuerst sehr gut fahren lässt; guter Asphalt und ebene Strecke. Bei Naumburg/Saale machen wir einen längeren Halt, den ich für einen kleinen Mittagsschlaf nutze.
Hinter Naumburg müssen wir den Saale-Radweg erst einmal suchen, die Wegeführung ist dort (auch Dank Baustellen) nicht ganz eindeutig. Auch endet dort der Aphalt, es geht bei einsetzendem Regen über Schotterpisten weiter oder auf Betonplatten die Weinberge rauf und runter -- bei richtig schlechtem Wetter möchte ich dort nun wirklich nicht fahren müssen!
In Bad Kösen brechen wir die Tagesetappe ab, weiter kommen wir bei dem Wetter bestimmt nicht zu einer vernünftigen Zeit. Also ab auf den Campingplatz ... der erstaunlich leer ist (aber von top Qualität!). In Bad Kösen gibt es seit drei Jahren eine Dauerbaustelle, die es mittlerweile sogar bis in den gedruckten offiziellen Stadtplan geschafft hat! Dazu kommt noch eine Baustelle bei Naumburg, die praktisch die Verbindung zur A9 kappt -- somit verirrt sich kaum noch jemand auf den Campingplatz.
Die DB (Strecke Erfurt-Leipzig) ist fast im Minutentakt zu hören, wird bis sonstwann von den Bässen aus der Dorfdisco begleitet ... dennoch lässt es sich ganz passabel schlafen.
(Bad Kösen), Camburg, Jena
39 km, 256 HM
Die Erfahrungen mit dem Saale-Rad_weg auf den letzten Kilometern sowie der Bericht von einem Unfall, bei dem ein Radfahrer zwei Tage zuvor bei Bad Kösen auf selbigen derart unglücklich bergab über Treppenstufen(!!) gestürzt ist, dass er per Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden musste, bringen uns dazu, wieder die Landstrassen zu benutzen ... wo ich das erste Mal Bedarfsampeln an schmalen Brücken sehe. Neben der Strecke gibt es auch ein paar Burgen zu betrachten.
bei Saaleck
In Dornburg machen wir einen Kaffee-und-Kuchen-Stop mit "Schloßblick".
Dornburg
Ich stelle fest, dass ich auf der Etappe nach Schkeuditz und am Vortag meine Speicher gründlich leer gefahren habe, zudem habe ich am Vortag entgegen meiner Gewohnheit fast nur Wasser und kaum Iso-Getränke getrunken. Die Beine wollen nicht so recht -- bzw. sie würden schon gerne, es steht einfach nicht genügend Energie bereit. Wir beschliessen also die Etappe abzukürzen und bei Jena auf den Campingplatz zu gehen.
Wir fahren kurz nach Jena rein, um uns in einem leicht überdimensionierten Konsumtempel mit Vorräten und nötigen Ausrüstungsgegenständen einzudecken. Ein paar km zurück erreichen wir den Platz in Jena-Porstendorf ... Im Vergleich zu den anderen bisher besuchten Campingplätzen steht dieser etwas hinten an, besonders die Sanitärräume sind leider nicht so toll.
Später gesellt sich eine Radreisende (solo auf dem Weg von Nürnberg nach Braunschweig unterwegs) zu uns, mit der wir uns länger unterhalten. Etwas weiter schlägt eine Gruppe jugendlicher Kanuten die Zelte auf und packt dann als erstes die Bierkisten aus ... Wie erwartet nerven sie bis nach Mitternacht mit lauter Unterhaltung und klirrenden Flaschen -- Schlaf findet sich trotzdem irgendwann.
(Jena), Magdala, Weimar, Gelmeroda, Holzdorf, Gutendorf
57 km, 587 HM
Ich bin noch nicht wieder ganz erhohlt, was ich vor allem daran bemerke, dass ich überhaupt keine Lust habe, mich wieder auf's Rad zu setzen. Wir entscheiden also kurzerhand, den "Schlenker" über die fränkische Schweiz auszulassen und stattdessen auf abgekürzter, einigermassen direkter Route den Heimweg anzutreten.
Wir starten erst am späten Vormittag, in Jena wird noch einmal eingekauft, dann durch die Stadt der Weg in Richtung Weimar gesucht ... Die Kraftfahrer sind heute aus irgendwelchen Gründen (Samstag?) besonders bekloppt, überholen uns im Abstand von wenigen Zentimetern -- glücklicherweise sind wir aber bald schon wieder aus Jena heraus.
Ein paar Steigungen und ein paar Kilometer weiter erreichen wir Weimar, wo gerade Kunstfest ist. Wir verputzen eine grosse Portion Kuchen, machen uns dann wieder auf den Weg ... da wir beide Weimar kennen, verzichten wir auf Sight-Seeing in der sehenswerten Stadt. Nur bei der Anna-Amalia-Bibliothek schaue ich vorbei und muss leider feststellen, dass nach dem Brand im Vorjahr zumindest äusserlich noch nichts von Sanierung/Restauration zu erkennen ist.
Weimar
Als wir aus Weimar heraus in Holzhausen angekommen sind entpuppt sich das, was laut der Bedienung beim Kaffee ein Campingplatz sein sollte, als ein für Wohnmobile ausgewiesener Parkplatz ... wir machen uns also auf die Suche nach einer Alternative. Wir halten uns südlich der A4 und tasten uns langsam westlich durch den Wald. Mir fällt das Radfahren nun auch wieder leichter.
Fast hätten wir resigniert, da finden wir bei Gutendorf doch noch eine geeignete Wiese. Ein paar hundert Meter näher am Dorf essen wir bei einer überdachten Bank mit Tisch, bevor wir unsere Zelte aufschlagen.
bei Gutendorf
(Gutendorf), Klettbach, Schellroda, Egstedt, Arnstadt, Mühlberg, Günthersleben, Gotha, Eisenach
98 km, 680 HM
Nach dem Frühstück an einem stinkenden Dorf-Bolzplatz fahren wir ab, bei mir läuft es wieder nicht sonderlich rund, als wir bereits an Erfurt vorbei sind frage ich mich, warum ich mich dort nicht einfach in den nächsten Zug gesetzt habe. So nah war ich die gesamte Reise kein zweites Mal gedanklich dabei, die Fahrt abzubrechen. Bei Arnstadt machen wir eine Pause, bei der ich mir etliche Schokoriegel einverleibe.
bei Arnstadt
Später rollt es wieder besser, ich bin froh dass ich doch weiter gefahren bin. Wir kommen nach Gotha und sind erstaunt, in welch verfallenem Zustand sich viele Gebäude dort befinden ... teilweise echt gruselig, dabei findet sich dort sehr viel schöne alte Substanz, nur an den Mitteln für die Sanierung mangelt es.
Wir nehmen uns bei einem Italiener an dem grossen Platz mit Blick auf das Schloß(?) einen Tisch, aber wieder einmal will man uns nicht bedienen ... als sich nach reichlich 10 Minuten noch immer kein Kellner um uns kümmern will (sind Radfahrer auch hier unbeliebt?) ziehen wir weiter. Direkt neben einer Kirche finden wir einen anderen Italiener, wo wir prompt und freundlich bedient werden und ein leckeres Mittagessen zu uns nehmen.
Gotha
Von Gotha an fahren wir ausschliesslich auf der B7, um besser voran zu kommen. Etliche Kilometer verbleiben wir dabei im Windschatten eines Mähdreschers, der zwar ab und an ein bisschen Stroh verliert und aufwirbelt, uns aber ansonsten ganz gut mitzieht und die übrigen Kraftfahrer von unnötigen Überholmanövern abhält.
In Eisenach machen wir Halt bei einem Eiscafe, verwerfen die Idee einer Besichtigung der Wartburg, da dies zu lange dauern würde -- also erst am nächsten Tag sinnvoll machbar wäre. Naja, die Wartburg steht auch noch, wenn ich das nächste Mal in Eisenach bin.
Eisenach
Aus Eisenach raus wird der KFZ-Verkehr wieder nerviger, da wegen Baustellen auch einiges über die B7 geleitet wird, was sonst dort wahrscheinlich nicht fahren würde. Nach ein paar Kilometern wollen wir uns in den Wald schlagen ... da bemerkt D. warum sich sein Rad auf der letzten Abfahrt so schwammig angefühlt hat: schleichender Druckverlust am Vorderrad. Ich helfe D. beim Schlauchwechsel, er ist nur erstaunt ob meiner Geschwindigkeit. ;-)
Wir fahren also erst eine steile Schotterpiste hoch, dann ein wenig im Wald hin und her, bis wir einen Zeltplatz gefunden haben: auf einer einsamen Wegekreuzung mitten im Nadelholz-Nutzwald. Wir schlagen die Zelte auf, wundern uns wie merkwürdig still es in diesem "Wald" (Nadelholz-Monokultur hat die Bezeichnung "Wald" ja eigentlich nicht verdient) doch ist ... und freuen uns über den einsamen Ruf eines nachtaktiven Vogels.
Wald-Zeltplatz
(Eisenach), Creuzburg, Netra, Hessisch Lichtenau, Fürstenhagen, Helsa, Oberkaufungen, Niederkaufungen, Niestetal, Spiekershausen, Fuldatal-Schleuse, Wilhelmshausen, Immenhausen, Grebenstein, Friedrichsthal, Warburg, Düssen, Borgentreich, Eissen, Peckelsheim, Willebadessen, Buke, Altenbeken, Neuenbeken, Bad Lippspringe
200 km, 1661 HM
Wir packen die Zelte ein, fahren mal wieder ohne Frühstück los und biegen prompt im Wald zweimal falsch ab ... weiter geht's auf der B7. Kurz vor Creuzburg entdecken wir eine Raststätte, wo wir ausgiebig und preiswert ("Kaffee soviel Sie wollen":-) frühstücken. Dabei konkretisieren wir auch die Überlegung vom Vorabend, heute den Durchmarsch nach Hause zu probieren ...
Wir fahren durch den Ringgau mit malerischen Dörfern, die mit ihrer weitestgehend vollständigen Fachwerk-Architektur ein Postkartenmotiv nach dem anderen hergeben:
Netra
Wegen zunehmenden LKW-Verkehrs verlassen wir die B7 und weichen auf Nebenstrassen aus. Mitten in einer langen Baustelle verlangt D. nach sofortigem Stop -- er hat am Vorderrad den nächsten schleichenden Plattfuss. Diesmal wird nicht gefackelt, sondern vorne gleich ein neuer Faltreifen aufgezogen. Beim Aufpumpen bricht auch noch ein Teil an D.s Pumpe, so dass wir obendrein den verbogenen Ventileinsatz des Ersatzschlauches wechseln müssen. Für den Ärger gibt's im nächsten Ort erstmal einen Kaffee-Stop.
In Hessisch Lichtenau essen wir etwas verspätet zu Mittag, mit direkter Sicht auf die Grossbaustelle im Stadtzentrum ... aber lecker war's. Im nächsten Ort halten wir beim Fahrradhändler, da D. noch neue Ersatzschläuche kaufen will -- er kommt mit unbekannter osteuropäischer Ware wieder aus dem Laden, der nichts anderes zu führen scheint.
Wir fahren weiter, bewältigen noch etliche Steigungen und ich staune selbst, wie gut meine Beine das wieder mitmachen. Hinter Spiekershausen finden wir einen Radrouten-Wegweiser, bei dem wir uns zunächst über das darunter angebrachte Zusatzschlid amüsieren ...
nicht übertrieben ...
... entgegenkommende Bergrad-Fahrer antworten auf meine Frage nach der weiteren Beschaffenheit des Weges keuchend "gute Bremsen oder schieben!" -- gut, dass wir beide gute Bremsen an den Reiserädern haben! Es geht recht steil auf einer Schotterpiste, abwärts zur Fulda. Unten lacht uns noch ein Schild "Benutzung auf eigene Gefahr" an ... Frechheit! ;) Der Weg endet an der Fuldatal-Schleuse, wo wir über die Staumauer auf die andere Uferseite wechseln.
Fuldatal-Sperre und -Schleuse
Wir fahren weiter, kommen irgendwann aus dem Fuldatal heraus und wechseln bei einbrechender Dunkelheit auf einer Hügelkuppe erstmal in die langen Klamotten, rüsten die Räder mit der Batteriebeleuchtung.
In Warburg angekommen stelle ich bei einer längeren Pause fest, dass ich irgendwann nach der Ortseinfahrt meine Nachtbrille verloren haben muss ... diese provisorisch am Lenker anzustecken war also doch keine gute Idee (immerhin war sie sehr preiswert und hatte auch schon einige Kratzer, ohne Brille weiter zu fahren war also ärgerlicher als der Verlust). Nun, das ist natürlich auch eine Art festzustellen, dass man inzwischen ein wenig übermüdet ist.
Hinter Warburg ziehe ich mir mehr langärmelige Hemden über, als ich das im Winter normalerweise beim Radfahren mache ... der Tribut an die Müdigkeit und die aufziehende Luftfeuchtigkeit. D.s LED-Rücklicht sitz nicht besonders fest/sicher an den Taschen, wird kurzerhand mit einem Kabelbinder fixiert.
In Peckelsheim quatscht uns überflüssigerweise noch ein alkoholisierter Rollerfahrer an, bei Willebadessen machen wir eine weitere ausgedehnte Pause. Den restlichen Weg bestreiten wir in rekordverdächtiger Zeit, D. drückt ganz schön auf's Tempo -- mir aber letztendlich recht, denn ich will auch nur noch nach Hause.
Kurz vor Bad Lippspringe verabschieden wir uns in der Fahrt, zuhause springe ich als erstes unter die Dusche: danach wird mit einem frischen, sauberen Handtuch abgetrocknet und in saubere, frische Wäsche geschlüpft ... nach 13 Tagen in Radfahrklamotten eine echte Wohltat! Ich vergesse, dass ich eigentlich noch ein Bierchen trinken wollte und falle in einen tiefen, laaaangen Schlaf ... .. .
ENDE
© 2005 Marcus Endberg (Text, HTML, Fotos) und D. (Fotos, HM-Messung, Streckenplan)