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SPEZI 2010 /
SPEZI-Samstag
Distanz: 36,8 km
Da ich auch nicht zu früh auf der SPEZI eintreffen wollte, gönne ich es mir, bis 08:00 Uhr auszuschlafen. Nach der Dusche creme ich die geröteten Stellen an Beinen und im Gesicht kräftig ein -- nicht, dass der Sonnenbrand noch schlimmer wird.
Beim Dorfbäcker kaufe ich Brötchen und Laugengebäck, beim Drogisten Kleinkram und Getränke fürs Wochenende und dann beim Metzger Wurst ... wo ich von der Bedienung auf mein Fahrrad und die SPEZI angesprochen werde. Wieder auf meinem Zimmer werden sogleich die drei Brötchen verputzt, dann geht's auch schon los.
Ich fahre auf kürzestem Weg zum Rheindamm, an dem entlang es ganz bequem bis Germersheim geht. Auf Höhe Leimersheim treffe ich zwei Franzosen, ein Trike-Fahrer und ein Liegerad-Intressierter, der gerade einen Platten seines Aufrechtrades flicken musste. Wir rollen gemeinsam ganz gemütlich rheinabwärts, sehen und grüssen andere Liegerad- und Faltradfahrer, unterhalten uns und machen unterwegs noch eine kurze Zweitfrühstücks-Pause.
Dank guter Routen-Vorbereitung auf meinem GPS finden wir problemlos zum Messegelände, wo wir uns verabschieden ... Auf der Suche nach einer geeigneten Abstellmöglichkeiten weiche ich einmal ungeschickt einem Fußgänger aus, fahre mir (typischer Anfängerfehler) mit dem Vorderrad in die Hacke -- und habe daraufhin den Eindruck, dass mit der Lenkung irgendetwas nicht stimmt ...
Aber erstmal in die Halle 1, Eintritt bezahlen und nach dem Weg zum Vortragsraum fragen; immerhin ist es doch schon 11:40 Uhr geworden und die Präsentation der FahrradZukunft um 12:00 Uhr will ich nicht verpassen. Der Vortrag ist nicht besonders lang, bringt für mich eigentlich auch nichts neues -- ausser dass genau am heutigen Tag die neueste Ausgabe erscheint. Aber die Gelegenheit ist gut, anschliessend einmal mit den mir bislang nur aus'm Netz bekannten Redakteuren zu sprechen. Mit Rainer quatsche ich noch auf dem Weg nach draussen und vor der Halle, dann geht er zum FZ-Messestand und ich beginne meine Runde über die Messe.
In Halle 1 sind auf der Bühne einige schöne Velomobile aufgestellt, auch mein derzeitiger Favorit, der Milan -- aber leider, leider steht ausgerechnet davon kein Exemplar für eine Probefahrt bereit. Klaus-G. A. erkennt mich an meinem T-Shirt, ich führe ein längeres Gespräch mit Biker-Jo.
Auf dem ZOX stand treffe ich wie erwartet Klaus M., meine Runde führt mich weiter zu HP Velotechnik, wo ich einen Mirtarbeiter auf meine Lenkung anspreche, er kommt auch direkt mit nach draussen um sich das an meinem Rad anzuschauen. Die Anlenkplatte des Lenkgestänges hat Spiel, er dafür nicht das passende Werkzeug, verweist mich also an Haasies Radschlag, Liegeradhändler aus Germersheim mit eigenem Messestand. Dort vereinbare ich einen Werkstatt-Termin nach Messeschluss, auf dass ich mich (hoffentlich) am Montag wieder mit einwandfreiem Fahrrad auf den Heimweg machen kann.
Also noch einmal zu ZOX und mit Klaus das für den Abend geplante d.r.f-Treffen abgesagt; da sich sowieso niemand weiteres gemeldet hat und Klaus auch mit der Messecrew losziehen will, hält sich der Verlust in Grenzen.
Ich drehe weiter meine Runden, es gibt auch viel interessantes zu sehen; es ist schwer zu sagen ob die offiziellen Exponate oder die Eigenbauten mancher Besucher 'spannender' sind. Irgendwann treffe ich Martin von den WeLi, wir schauen uns gemeinsam einen Teil des Trike-Rennens an, treffen weitere Bekannte. Ich schaue auf die Uhr, es ist schon kurz vor 18:00 Uhr ... also schnell auf zum Stand von Haasies, nicht dass er mich noch vergisst!
Gemeinsam mit Wolfgang Lange fahre ich zu seinem Laden, wo das Problem nach einen Blick ins Speedmachine-Handbuch schnell eingegrenzt ist. Schnell hat Wolfgang mit dem passenden Schlüssel die Konterung festgezogen, die Lenkung funktioniert wieder einwandfrei und mehr als ein (herzliches) 'Dankeschön' möchte er auch nicht dafür haben. Im Gespräch stellen wir nebenbei fest, dass wir einen gemeinsamen Bekannten haben: Carsten, der mir meine Liege verkauft und aufgebaut hat -- und wieder mal hat sich ein Kreis geschlossen. :-)
Ich bin sehr froh, dass keine grössere Reparatur nötig war, wir verabschieden uns und ich rolle am Rhein entlang wieder nach Neupotz.
Ich stelle mein Rad in die Garage, dusche und stelle die Waschmaschine mit den Radfahrklamotten der Anreise an ... dann geht's wieder ins Dorf um nach der dürftigen Verpflegung tagsüber auf der Messe noch ein paar ordentliche kCal einzufahren.
Ich kehre im 'Karpfen' ein, wo alle Tische belegt sind, aber am Stammtisch noch ein Platz frei ist. Das Restaurant und die Metzgerei des Dorfes gehören zusammen, so treffe ich auch hier auf die Bedienung vom Morgen, die mich nach dem Messetag befragt. :-)
Das Essen ist sehr gut, die Tischnachbarn gehen und dafür setzen sich 4 Radtouristen aus Freiburg mit an den Tisch ... mit denen ich zwangsläufig ins Gespräch über's Radfahren im allgemeinen und Liegeräder im speziellen komme ... ich denke aber nicht, dass sie meiner Empfehlung am nächsten Tag mal auf der SPEZI vorbeizuschauen wirklich nachgekommen sind.
In der Pension hänge ich meine Wäsche auf, das übliche Prozedere aus Tagebuch schreiben und abhängen wiederholt sich, bis ich irgendwann das Licht ausmache.
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